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Kommissar Falco geht rum

Zum 20. Todestag einer Legende: Ein Musical feiert die Pop-Legende und rockt auf Top-Niveau das CCU und 900 begeisterte Fans.

CHRISTA KANAND |

Aufstieg und Fall einer zu früh verstorbenen Musiklegende: „Muss ich denn sterben, um zu leben?“, fragt Johann „Hans“ Hölzel, besser bekannt als Falco, in „Out Of The Dark“. Er gilt als erster weißer Rapper. Als HipHop-Pionier schrieb der gebürtige Wiener Pop-Geschichte. Als erster deutschsprachiger Künstler eroberte er wochenlang die Spitze der US-Charts. Mit seinen  Hits „Rock Me Amadeus“ oder „Coming Home“ feierte er Welterfolge.

Mit 40 Jahren aber, am 6. Februar 1998, der tödliche Unfall  des bekifften und alkoholisierten Ausnahmekünstlers in der Dominikanischen Republik, der neuen Wahlheimat nach Misserfolgen. Unvergessen lebt das Idol mit seinen Hits und Texten, in denen der Tod kein Tabuthema war, in den Herzen der Fans weiter. Zum 20. Todestag setzt ihm nun in deutschsprachigen Landen  das  Biografie-Musical „Falco“  bunt, bildgewaltig mit einem  erstklassigen Aufgebot ein Denkmal  – auf Top-Niveau.

Zeitreise in die 80er

Wer ist Falco? Legende und Mysterium zugleich, Stil- und Pop-Ikone. Ein Leben auf der Überholspur. Sex, Alkohol, Drogen und Depressionen, Rock und Skandale, exzessiv, unangepasst zwischen kometenhaftem Aufstieg in den Pop-Olymp und Abstürzen. Die Faszination des „Falken“, der vor allem an sich selbst zerbrochen ist, bleibt ungebrochen. 900 Besucher, jung und alt, entführte  Fritz Barth in der Erzählerrolle als  Falcos Entdecker und Manager  im CCU auf eine viel applaudierte Zeitreise in die 80er.

 Ein Meer an Kerzen, vier rassige Tanzpaare, zwei Vokalistinnen –  die dunkelhaarige Stefanie Kock als verführerisch-verteufelte Ana Conda und Julia Fechter als gutherzige blonde Jeanny –  empfangen im Intro-Medley „A Tribute to Falco“ den „Amadeus“-Superstar:  Alexander Kerst verkörpert  smart, schneidig, exaltiert den coolen Titel-Helden. Mit Sonnenbrille, glattem Haar, Fliege und Dandy-Gestik nicht nur optisch sehr nah am Original, vor allem auch stimmlich überzeugend  – quasi  Falcos Wiedergeburt.

Rock-Elemente und rappender Sprechgesang  im deutsch-englischen Mix mit Weaner Schmäh und Dialekt in „Ganz Wien“, „Cadillac Hotel“ und „Egoist“  sind Falcos Markenzeichen. Geschickt    verbindet Oliver Forsters Produktion  Einblicke in Falcos Leben und Karriere. Original-Sequenzen aus seinen Interviews und Auftritten flankieren das Bühnengeschehen aus  Hits und rasanten Choreografien in Glamour-Kostümen, effektvoll mit aufwendiger Lichtshow und Videoeinblendungen inszeniert. Gewieft, aber  mit oft zu knochenharten Beats hält die Wiener Fünf-Mann-Band oberhalb der Showtreppen die gut geölte Musical-Maschinerie auf Touren.

Schon vor dem Zugaben-Set reißt es das Publikum begeistert von den Sitzen. Mitklatschend, Handy-Lampen  schwenkend, singend („Europa“) und tanzend. Beim „Dankeschön Ulm“ geht nochmals  unvergessen „Der Kommissar“ herum. Servus!

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