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Ende eines Raucherparadieses

Schluss mit lustig für Europas letzter Raucherinsel. Das Abgeordnetenhaus in Tschechien stimmte für ein totales Rauchverbot in Kneipen und Gaststätten.

HANS-JÖRG SCHMIDT |

Genau fünf vor Zwölf war es, als das Prager Abgeordnetenhaus jetzt seine „Entscheidung des Jahres“ fällte: Auch in Tschechiens Kneipen darf bald nicht mehr gequalmt werden. Für Europas letzte Raucherinsel ist Schluss mit lustig. Bis zum 30. Mai kommenden Jahres dürfen die Tschechen sich noch eine Zigarette zum Bier genehmigen. Am 31. Mai, dem Weltnichtrauchertag, tritt das Verbot in Kraft, wenn denn ihm der Senat und der kettenrauchende Präsident Milos Zeman – wie versprochen – zustimmen.

Der wichtigste Gegner des Gesetzes, der konservative Abgeordnete Marek Benda, fehlte bei der Sitzung am Freitag aus „gesundheitlichen Gründen“ (Raucherhusten?). Er hatte im Sommer ein ähnliches Gesetz noch gekippt, als er eine Mehrheit für seinen Änderungsvorschlag fand, wonach in jeder Kneipe ein gesonderter Raum für die Raucher eingerichtet werden sollte.

Die tschechischen Kneipiers sind über die Entscheidung natürlich wenig erfreut. Sie sind eh schon gestraft, durch eine Anfang Dezember gestartete Aktion des Finanzministers: Sie müssen seither ihre Registrierkassen online mit dem Finanzamt verbinden, damit das den Umsatz kontrollieren kann. Etwa 1000 Kneipiers, die Pilsner Bier ausschenken, haben danach sofort die Segel gestrichen. Tschechien zählt etwa 30 000 Kneipen. Wie viele davon nach dem Rauchverbot dicht machen werden, ist noch offen. Hans-Jörg Schmidt

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