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Clinton verteidigt Umgang mit ihrer Erkrankung

Hillary Clinton will am Donnerstag wieder den Wahlkampf aufnehmen. Sie erklärt, sie habe ihre Erkrankung nicht so ernst genommen. Mit einem Kommentar von Peter DeThier: Hillary Clinton: Bedingt glaubwürdig.

AFP |

Nach ihrem Schwächeanfall vom Sonntag sind US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und ihr Wahlkampfteam um Schadensbegrenzung bemüht. In einem Telefoninterview mit CNN räumte Clinton ein, die Öffentlichkeit erst spät über ihre Lungenentzündung informiert zu haben.

Die 68-Jährige verteidigte sich gegen den Vorwurf, die Öffentlichkeit bewusst über ihre Erkrankung im Dunkeln gelassen zu haben. „Ich hätte einfach nicht gedacht, dass das so eine große Sache wird“, sagte sie.

Die Kandidatin hatte am Sonntag eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York wegen eines Schwächeanfalls vorzeitig verlassen müssen. Auf Amateuraufnahmen ist zu sehen, wie sie schwankend vor dem Fahrzeug steht, mit dem sie weggebracht werden soll. Ihr knicken die Beine weg, Sicherheitsleute fangen sie auf und heben sie in den Wagen.

Erst Stunden später teilten Clintons Ärzte dann mit, bei der 68-Jährigen sei  am Freitag eine „wandernde Pneumonie“ – eine milder verlaufende Form der Lungenentzündung – diagnostiziert worden. In dem Interview beharrte sie darauf, dass der Zwischenfall nicht ernst gewesen sei. „Mir wurde schwindelig, und ich habe für eine Minute mein Gleichgewicht verloren“, sagte sie. Am Donnerstag will sie den Wahlkampf wieder aufnehmen

Doch was wäre, wenn ein Kandidat so krank ist, dass er aus dem Präsidentschaftsrennen aussteigen muss?

Ein Kommentar von Peter DeThier: Hillary Clinton: Bedingt glaubwürdig

Der Gesundheitszustand von Präsidenten und jener Kandidaten, die das höchste Amt in den Vereinigten Staaten anstreben, ist ein heikles Thema. Viele meinen, dass selbst Politiker, die täglich im grellen Rampenlicht stehen, ein Recht auf ihre Privatsphäre haben und nicht verpflichtet sind, Einzelheiten über ihr körperliches Wohlbefinden preiszugeben. Andere sind der Auffassung, dass wer die Verantwortung auf sich nehmen will, Führer der freien Welt zu sein, seinen Wählern Rechenschaft schuldig ist, ob er oder sie dem gewaltigen Stress des Jobs gewachsen ist.

Nachdem sich inzwischen die Aufregung über Hillary Clintons Lungenentzündung und ihren Schwächeanfall in New York wieder gelegt hat, scheinen führende US-Ärzte zu einem Konsens gelangt zu sein: Ihre Erkrankung, die sich harmlos ausnimmt gegenüber den zahlreichen Leiden etwa eines John F. Kennedy, der trotzdem effektiv regieren konnte, ist durchaus behandelbar und disqualifiziert die frühere Außenministerin keineswegs für das höchste Staatsamt.

Clinton hat jedoch ein anderes Problem, das sie seit dem ersten Tag des Wahlkampfs begleitet: ihre anzweifelbare Geradlinigkeit und Integrität. Kritisiert wird sie mittlerweile deswegen, weil die Erkrankung zwei Tage zuvor diagnostiziert worden war und es nach dem Schwächeanfall hieß, sie leide unter der Hitze und sei erschöpft gewesen. Es mag nur ein Beispiel von vielen sein, bestätigt aber die Öffentlichkeit in der Überzeugung, dass die demokratische Kandidatin ihnen nicht immer reinen Wein einschenkt. Eine Frage der Wahrnehmung also, und daraus wird ihr republikanischer Gegner Donald Trump den größten Nutzen ziehen wollen.

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